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".. Nämlich den Staat Israel"
So lauten die jüngsten Artikel von Uri Avnery. Zum Lesen
bitte den |
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"Jede neue arabische Generation wird Israel mehr hassen als die vorhergehende." Präsident Bashar al-Assad, Syrien Gush Shalom Frieden und Freiheit für beide Völker. Ein Staat für die Palästinenser ist unerlässlich um Frieden zu schaffen!
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ISRAELS IRRWEG. EINE JUEDISCHE SICHT.
Nicht in unserem
Namen!
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Und da wundert man sich, dass die Menschen, nicht nur in Palästina auf die Strasse gehen. Aber es gibt ja noch Panzer, die dann reagieren. Deutschland ist ja schliesslich auch der drittgösste Waffenexporteur der Welt. Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt...... |
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The Battle of Gaza |
Israelische Soldaten und "palästinensischer TerroristIn":


Vor ca. einem Jahr!
Foto vom21.01.2007
Wer ist eigentlich der Terrorist auf diesen Bildern?
Die Friedensbewegung:
In Israel gibt es neben der grossen Bewegung Schalom Achschav (Frieden
Jetzt) viele kleine Friedensgruppen. Den meisten Gruppen gehören gerade
100 Aktivisten an. Lediglich der prominentesten von ihnen, Frieden
Jetzt, gelang es in Friedenszeiten, bis zu 400 000 Demonstranten für
eine Aussöhnung mit den Palästinensern zu mobilisieren.
Nach Beginn der zweiten Intifada (28. September 2000), die
unvergleichlich gewalttätiger war als die von Streiks beherrschte erste
Intifada (1987 bis 1992), verschwanden alle Friedensgruppen aus dem
Blickpunkt der Öffentlichkeit. Erst seit Februar 2002 gewinnen die
Gruppen wieder an Zulauf.
Die Friedensvision:
Die meisten Friedensorganisationen und öffentlichen Fürsprecher des
Friedens sprechen sich für die Fortsetzung der Friedensgespräche und
eine Zwei-Staaten-Lösung aus. Diese Lösung sieht so aus:
Israel zieht sich auf die Grenzen von 1967 zurück und räumt die
Siedlungen im Westjordanland und im Gazastreifen. Im Westjordanland
entsteht ein autonomer und entmilitarisierter Palästinenserstaat.
Ostjerusalem fällt an Palästina und wird dessen Hauptstadt.
Die Palästinenser verzichten auf das Rückkehrrecht aller Flüchtlinge in
die ehemals arabischen Städte auf israelischem Boden.
Die Friedenshemmnisse:
Schmerzhaft für die Israelis wäre ein Verzicht auf die Ostjerusalemer
Gebiete, die nach israelischem Sprachgebrauch keine Siedlungen, sondern
Vororte Jerusalems sind. Zu diesen Gebieten zählen Gilo (das
Neubaugebiet, das von Beit Jala und Bethlehem wiederholt beschossen
wird) und Siedlungen entlang des Ölbergs, welche die
Nord-Süd-Verbindungen im Westjordanland durchtrennen.
Schmerzhaft für die Palästinenser wäre der Verzicht auf ein umfassendes
Rückkehrrecht für Palästinenser in die Städte und Dörfer ihrer
Vorfahren, also auch in die heute israelischen Stammgebiete. Viereinhalb
der siebeneinhalb Millionen Palästinenser (ohne israelische Araber)
leben ausserhalb des Landes. Fast alle sind dem Druck der israelischen
Besatzung gewichen.
Die wichtigsten Internetadressen für den Überblick
Islamkatalog der Universität Leipzig: Unter dem Stichwort
"Palestine" findet man die wichtigsten Dokumente zur Geschichte des
Nahostkonfliktes bis in die Gegenwart: geschichtliche Dokumente von der
Balfour-Deklaration (1917) bis zum Oslo-Abkommen (Declaration of
Principles, 1993), ferner den Mitchell-Report (April/Mai 2001) und den
aktuellen Menschenrechtsreport von Human Rights Watch für Israel und
Palästina.
Die israelische
Menschenrechtsorganisation B’zelem dokumentiert auf dieser Seite die
menschliche Katastrophe des Nahostkonfliktes.
Die palästinensische Organisation
dokumentiert auf dieser Website die wirtschaftlichen und persönlichen
Folgen der israelischen Besetzungspolitik für die Palästinenser.
Leider ist der Server wieder mal
ausgefallen........
Eine Auswahl von Friedensgruppen in Israel:
2. Gusch Schalom (Friedensblock), ist eine Gründung des israelischen Publizisten Uri
Avneri. Avneri, Ex-Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Ha’olam Hasé,
zwischen 1965 und 1981 Parlamentsabgeordneter, gründete bereits 1975
einen israelisch-palästinensischen Friedensrat. 1982 traf er sich als
erster Israeli überhaupt mit Jassir Arafat in Beirut, das damals von der
israelischen Armee belagert war. Weil ihm die grosse Friedensbewegung
Frieden Jetzt 1993 nicht klar genug die Missstände der israelischen
Besatzungspolitik anprangerte, gründete er Gusch Schalom. Bis heute
konfrontiert diese Gruppe die israelische Gesellschaft mit unangenehmen
Wahrheiten über die Besatzungspolitik und gilt daher den meisten
Friedensbewegten als zu radikal.
3. Bat Schalom (Töchter des
Friedens) ist eine israelische Gruppe von Feministinnen, die den engen
Kontakt zu palästinensischen Frauengruppen suchen. Seit 1994 hat sich
Bat Schalom mit palästinensischen Frauenrechtlerinnen vom Jerusalemer
Frauenzentrum (Jerusalem Center for Women) zusammengeschlossen. Beide
Gruppen formulierten zwischen 1996 und 2000 gemeinsame politische
Prinzipien. Da die israelischen Aktivistinnen nach Ausbruch der zweiten
Intifada am 28. September 2000 keinen gemeinsamen Nenner mit ihren
palästinensischen Gesprächspartnerinnen mehr sahen, brach die
Jerusalemer Verbindung (The Jerusalem Link) für gut anderthalb Jahre
auseinander. Die derzeitigen Leiterinnen der israelischen Seite (Terry
Greenblatt) und der palästinensischen Seite (Amneh Badran) bauen nun
diese Verbindung wieder auf.
Die Aktivistinnen beider Seiten halten regelmässig Mahnwachen in
Jerusalem. Dann treten sie als Women in Black (Frauen in Schwarz) auf.
4.) Wieder eine Organisation durch politischen
Druck ausgefallen!
5. Ta’ajusch (Zusammenleben)
ist die erste jüdisch-palästinensische Friedensbewegung Israels. Vor
einem Jahr gegründet, hat Ta’ajusch bislang Lebensmitteltransporte in
abgeriegelte Palästinenserdörfer organisiert, palästinensische Bauern
vor der Vertreibung durch die israelische Armee bewahrt und
Strassensperren zu räumen versucht. Alle Aktionen sprechen die
Ta’ajusch-Aktivisten, darunter ist etwa jeder Zweite palästinensischer
Israeli, mit den palästinensischen Behörden in den Autonomiegebieten ab.
Ta’ajusch konzentriert sich auf praktische Hilfen. Laut Einschätzung des
Jerusalemer Frieden-Jetzt-Aktivisten Noam Hoffschtetter trägt Ta’ajusch
auch zur Aussöhnung von Palästinensern und Juden innerhalb der
israelischen Gesellschaft bei.
6.Israeli Committee Against House Demolitions (israelisches Komitee
gegen Häuserzerstörung) kooperiert mit den mennonitischen Christian
Peacemaker Teams vor allem in Hebron, aber auch in den übrigen besetzten
Gebieten. Seit 1967 hat die israelische Besatzungsmacht etwa 7000
palästinensische Häuser zerstört. Das Komitee beansprucht für sich, die
Zerstörungswut des israelischen Militärs gebremst zu haben. So wurden
1999, nach einjähriger Tätigkeit dieser Friedensstifter, nur 100 Häuser
zerstört gegenüber 277 im Vorjahr.
7.Ärzte für Menschenrechte: Eine kleine Gruppe von Ärzten und
Krankenschwestern aus Tel Aviv fährt regelmässig in die Autonomiegebiete
und behandelt dort kostenlos Palästinenser. Die Autonomiegebiete sind
medizinisch unterversorgt, oft fehlt es an Medikamenten, Verbänden und
Erste-Hilfe-Ausrüstung. Da palästinensische Krankenversicherungen in
israelischen Krankenhäusern nicht gelten, sind Palästinenser auf solche
kostenlose Unterstützung angewiesen. Die Gruppe nimmt Spenden in Form
von Schecks unter folgender Anschrift entgegen: Physicians for Human
Rights Medical Operation, Levanda 30 Tel-Aviv 66020 oder an: New
Israel Fund, POB 91588, Washington DC, 20090-1588, USA. Bitten senden
Sie keine Medikamente aus dem ausserisraelischen Ausland. Über weitere
Einzelheiten informiert Miri Weingarten, 00972 3 6873718, E-Mails:
miri@phr.org.il
8.Bereaved Family Forum (Forum verwaister Eltern) ist eine Gruppe von
etwa 150 israelischen Eltern, die ihre Kinder im arabisch-israelischen
Konflikt verloren haben. Seit Mitte der neunziger Jahre treffen sie sich
mit etwa 120 palästinensischen Eltern, die auf gleiche Weise ihre Kinder
verloren haben.
Friedensgruppen in Palästina:
1.Die prominentesten Pazifisten Palästinas leben und arbeiten in Beit
Sahour, einem christlichen Nachbarort von Bethlehem.
Das Rapprochement Center (Zentrum für Wiederannäherung) unter Leitung von Ghassan Andoni
organisiert seit den frühen 80er Jahren, also noch vor der ersten
Intifada (1987-92) den gewaltlosen Widerstand gegen die israelische
Besatzungsmacht. Die erste Aktion war ein Steuerboykott gegen Israel. In
der zweiten Intifada macht das Rapprochement Center von sich sprechen,
wenn seine Aktivisten Strassensperren niederreissen, wenn sie
Demonstrationszüge an den Militärsperren vorbei von Bethlehem nach
Jerusalem anführen, sowie bei den alljährlich zu Weihnachten
stattfindenden Kerzenprozessionen mit Tausenden von Palästinensern von
den christlichen Hirtenfeldern in Beit Sahour zur Weihnachtskirche in
Bethlehem. Ghassan Andoni und seine Mitarbeiter grenzen sich vom
gewaltsamen Widerstand der palästinensischen Terroristen ab. Sie
verurteilen jedoch Selbstmordattentate nie, ohne gleichzeitig die
israelischen Militärschläge anzuprangern.
2. Das Konflikt-Schlichtungszentrum (Conflict Resolution Center "Wiam")
konzentriert sich auf innerpalästinensische Belange. Es bemüht sich,
Alternativen zum gewaltsamen Widerstand aufzuzeigen und versucht,
palästinensisches Selbstbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Dazu gehören die psychologische Betreuung traumatisierter Kinder, die
Schlichtung innerpalästinensischer Konflikte (auch innerfamiliärer
Streitigkeiten, die zuweilen sehr gewaltsam ausgetragen werden) und die
Ermutigung emigrationswilliger Palästinenser, doch im Land zu bleiben.
Eines der Leitworte des in Bethlehem ansässigen Wiam-Zentrums ist ein
Wort des früheren amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King:
"Wenn wir davon ausgehen, dass die Menschheit ein Recht zu überleben
hat, dann müssen wir eine Alternative zu Krieg und Zerstörung
entwickeln. In unserer Zeit der Massenvernichtungsmittel stehen wir vor
der Alternative: Gewaltlosigkeit oder kollektiver Selbstmord."
3. Das Jerusalemer Frauenzentrum
(Jerusalem Center for Women) ist eine Organisation von palästinensischen
Frauenrechtlerinnen mit Sitz in Beit Hanina, Ost-Jerusalem. Das JCW
arbeitet eng mit der israelischen feministischen Gruppe Bat Schalom
zusammen. Seit 1994 hat sich das JCW mit Bat Schalom zum Jerusalem Link
(Jerusalemer Verbindung) zusammengeschlossen zur einzigen
israelisch-palästinensischen Vereinigung über die Grenzen hinweg.
Zwischen 1996 und 2000 formulierten beide Gruppen gemeinsame politische
Prinzipien. Da die palästinensischen Aktivistinnen nach Ausbruch der
zweiten Intifada am 28. September 2000 keinen gemeinsamen Nenner mit
ihren israelischen Gesprächspartnerinnen mehr sahen, brach die
Jerusalemer Verbindung für gut anderthalb Jahre auseinander. Die
derzeitigen Leiterinnen der palästinensischen Seite (Amneh Badran) und
der israelischen Seite (Terry Greenblatt) bauen diese Verbindung nun
wieder auf.
4.Die Vereinigung der Vierzig (Association of Fourty) ist eine 1988 ins
Leben gerufene palästinensisch-jüdische Kommission, welche die Rechte
von Bewohnern nichtanerkannter arabischer Dörfer vertritt. Es gibt
sowohl in Israel als auch in den besetzten Gebieten Häuser und Dörfer,
welche die israelische Regierung für unrechtmässig erachtet, da deren
Bewohner über keine staatlichen Baulizenzen verfügen. Der israelische
Staat sieht sich den Bewohnern gegenüber im Recht, wenn er deren Land
entschädigungslos konfiszieren oder deren Häuser zerstören will.
Ausschliesslich Palästinenser sind von dieser Rechtsunsicherheit
betroffen. Die Vereinigung der Vierzig gewährt betroffenen
Palästinensern rechtliche und finanzielle Unterstützung. Ferner bekämpft
die Kommission die israelischen Gesetzesgrundlagen, die diese Rechtslage
schaffen. In manchen der betroffenen Dörfer hat die Kommission den
Strassenbau und den Ausbau der Infrastruktur finanziell fördern können.
5. Das Palästinensische Netzwerk der
Nicht-Regierungsorganisationen (PNGO Network) wurde im September 1993
als Antwort auf das Oslo-Abkommen gegründet. Die Vereinigung will
mitwirken, in Palästina eine demokratische Zivilgesellschaft aufzubauen.
In der Vergangenheit hat das Netzwerk vor allem Workshops und Seminare
für Palästinenser organisiert, in denen Medienkompetenz sowie
Grundkenntnisse in Management und Verwaltung vermittelt wurden. Das
PNGO-Network sucht Kontakt zu europäischen NGOs und unterhielt bis zum
Beginn der Intifada (28. September 2000) auch Kontakte zu israelischen
Friedensgruppen.
6.Addameer (das Gewissen) ist eine palästinensische Gefangenenhilfe, die
den Verbleib von palästinensischen politischen Häftlingen in Israel und
Palästina aufklärt und dokumentiert. Zu den Zielen von Addameer gehört
der Aufbau eines demokratischen Rechtsstaats in Palästina.
Israels und Palästinas prominente Friedensadvokaten
Israel: Jossi Beilin, studierter Politologe und gelernter Journalist,
war zuletzt Justizminister in der Regierung Ehud Barak. Derzeit bemüht
sich Beilin um Kontakte zur palästinensischen Seite. Von Scharon nicht
darum gebeten und ohne Amt, hat sich Beilin bereits zweimal mit Arafat
getroffen. Beilin hat zudem mit etwa hundert anderen
Knesset-Abgeordneten, Friedensaktivisten, Wissenschaftlern und
Ex-Peace-now-Mitgliedern eine "Friedenskoalition" gegründet. Die bunte
Truppe, der unter anderen Oppositionsführer Jossi Sarid (siehe unten:
Friedensparteien/Meretz) und der frühere Jerusalemer Bürgermeister Teddy
Kollek angehören, will sich als Gegenstimme zu Scharons Eiszeit-Politik
Gehör verschaffen. Ihre zentralen Forderungen sind die Abschaffung
jüdischer Siedlungen, eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche auf
Grundlage der jordanisch-ägyptischen Initiative sowie eine Akzeptanz des
Berichts der Mitchell-Kommission zu den Ursachen der Intifada. Beilin
sagt: "Wir müssen uns Scharons Politik in den Weg stellen. Denn ohne die
Hoffnung auf und Bemühungen um Frieden bleibt Israel eine Episode in der
Geschichte und wird es unmöglich, einen lebensfähigen jüdischen Staat
aufrechtzuerhalten."
Israel: Jossi Sarid, Vorsitzender der liberal-säkularen Meretz-Partei
und somit Anführer der linken Oppositionsparteien, gilt als einer der
prominentesten Advokaten für die Fortsetzung von Friedensverhandlungen.
Jossi Sarid war einer der Architekten des Osloer Friedensabkommens.
Anfang des Jahres empfing Bundesaussenminister Joschka Fischer Sarid und
Jossi Beilin als zwei der führenden Vertreter des israelischen
Friedenslagers.
Israel: Uri
Avneri, Publizist, Ex-Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Ha’olam
Hasé, zwischen 1965 und 1981 Parlamentsabgeordneter, gründete bereits
1975 einen israelisch-palästinensischen Friedensrat. 1982 traf er sich
als erster Israeli überhaupt mit Jassir Arafat in Beirut, das damals von
der israelischen Armee belagert war. Weil ihm die grosse
Friedensbewegung Frieden Jetzt nicht klar genug die Missstände der
israelischen Besatzungspolitik anprangerte, gründete er 1993 Gusch
Schalom.
Palästina: Sari Nusseiba, entstammt einer der ältesten muslimischen
Familien Jerusalems. Seit Jahrhunderten haben die Nusseibas die
Schlüsselgewalt über die Grabeskirche die Schlüsselgewalt in der Hand
einer muslimischen Familie verhindert den Zwist zwischen christlichen
Konfessionen. Als Sohn eines Ministers in der jordanischen Regierung
studierte Nusseiba in Oxford und Harvard. Seit 1995 leitet der
Philosophie-Professor die Jerusalemer al-Quds-Universität. Er gilt als
Vertrauter von Autonomie-Präsident Jassir Arafat, der Nusseiba nach dem
Tod des Jerusalem-Beauftragten Feisal al-Husseini im Oktober zu dessen
Nachfolger ernannte. Der Universitätspräsident Nusseiba fordert einen
entmilitarisierten, eigenständigen Staat Palästina unter Einschluss von
Ostjerusalem und ist bereit, auf ein umfassendes Rückkehrrecht für
palästinensische Flüchtlinge zu verzichten.
Palästina: Hanan Aschrawi wurde bekannt als Sprecherin der
palästinensischen Delegation in den Friedensverhandlungen von Oslo
(1993). Aschrawi ist Mitglied der palästinensischen gesetzgebenden
Versammlung (Parlament) und gilt dort als Fürsprecherin einer
gewaltlosen Konfliktlösung. Im Januar trat die Hochschulministerin im
Zuge einer Kabinettsumbildung zurück: Grund war ihr Unwille, dass
Palästinenserführer Jassir Arafat nicht genügend gegen Korruption und
Misswirtschaft in der Autonomiebehörde vorgehe. Seit Juli letzten Jahres
ist die christliche Hochschulprofessorin aus Ramallah Sprecherin der
Arabischen Liga. Bei Amtsantritt kündigte sie an, sie werde sich dafür
einsetzen, dass die arabische Welt gegen die "rassistischen Medien der
westlichen Welt" mit neuer Sprache kämpfe.
Palästina: Sumaya Farhat-Naser, Biologieprofessorin an der
palästinensischen Universität Bir Zeit, gilt in Deutschland als eine der
prominentesten palästinensischen Friedensaktivisten. Die ehemalige
Leiterin des Jerusalem Center for Women (JCW) wirbt vor allem in
Deutschland und den USA für die palästinensische Sache. Vor kurzem hat
sie ihren Entschluss publik gemacht, sie werde in die USA emigrieren.
Friedensparteien im israelischen Parlament (Knesset):
Die prominenteste Friedenspartei heisst Meretz . Ihr Parteivorsitzender
Jossi Sarid gilt als Anführer der linken Oppositionsparteien und als
einer der prominentesten Advokaten für die Fortsetzung von
Friedensverhandlungen. Anfang des Jahres empfing Bundesaussenminister
Joschka Fischer Sarid als einen der führenden Vertreter des israelischen
Friedenslagers. Jossi Sarid war einer der Architekten des Osloer
Friedensabkommens. 1999 gewann Meretz bei den Wahlen zur Knesset 7,6
Prozent der Stimmen und wurde mit 10 Sitzen viertstärkste Partei.
Unter den liberalen und säkularen Parteien zeichnet sich auch die Partei
"Shinui" als Advokatin einer gemässigten Linie gegenüber den
Palästinensern aus.
Unter den jüdisch-orthodoxen Parteien fällt diese Rolle der "Meimad"-Partei
zu. Meimad gehört als Teil des linken Parteienbündnisses "Ein-Israel"
der grossen Regierungskoalition unter dem konservativen
Ministerpräsidenten Ariel Scharon an.
"Shinui" und "Meimad" vertreten gemässigte Positionen gegenüber den
Palästinensern, lehnen aber anders als "Meretz" einseitige Vorleistungen
durch Israel für ein Friedensabkommen ab.
Ferner sind mehrere arabisch-israelische Parteien in der Knesset
vertreten. Dazu zählen die "United Arab List", die kommunistische "Democratic
Front for Peace and Equality" und "The New Arab Party". Sie verfügen
zusammen über 8 Sitze in der Knesset.
Seit Bestehen des Staates Israel waren israelische Palästinenser nur
erst ein einziges Mal in einer Regierungskoalition vertreten, und das
ausgerechnet in der derzeitigen Regierung unter Ariel Scharon. Der
arabische Minister, ein Druse, hat inzwischen jedoch seinen Posten wegen
einer Bestechungsaffäre wieder geräumt.
Aus: CHRISMON und eigene Recherche....
Democracy,
dialogue and regional crisis
Palestine: Hamas besieged