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LobbyControl-Newsletter vom 16.7.2008
 

Triumph und Folter

Nachrichten aus Tibet/China

 

LobbyControl-Newsletter vom 16.7.2008
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INHALT

1: Nominierungsphase für die Worst EU Lobbying Awards 2008 läuft.
2: Termin 1: Spannende Lobbyismus-Tagung im September
3: Termin 2: Vortrag in Kassel zur Straßenbaulobby
4: Lobbyisten-Schlupfloch in die Ministerien.
5: Aus dem Kanzleramt zur Energielobby - und andere Seitenwechsel.
6. Die letzten Blogbeiträge

Impressum
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Liebe Leserinnen und Leser,

die letzten Tage machen mal wieder verschiedene Politiker/innen mit Wechseln
in Lobby-Tätigkeiten von sich reden. Bei den diesjährigen "Worst EU Lobbying
Awards" wird die Verwicklung von Politikern in Lobby-Tätigkeiten ein
wichtiges Thema sein: es gibt einen Sonderpreis für den "Worst Conflict of
Interest", für den schlimmsten Interessenskonflikt für EU-Politiker. Bis zum
12. September können Sie Kandidatenvorschläge einreichen. Wir freuen uns auf
interessante Fälle!

Viel Spaß beim Lesen wünscht,
Ulrich Müller


1: Die Worst EU Lobbying Awards 2008 laufen an.

Die Nominierungsphase für die Worst EU Lobbying Awards 2008 hat begonnen.
Die Worst EU Lobbying Awards richten das Scheinwerferlicht auf anstößige
Lobby-Aktivitäten, die eine demokratische Entscheidungsfindung untergraben.
Bis zum 12. September können unter www.worstlobby.eu Kandidaten für zwei
Kategorien eingereicht werden:

1) Für den Worst EU Lobbying Award können Lobby-Kampagnen nominiert werden,
die bei der Beeinflussung von EU-Entscheidungen auf Irreführung,
Verschleierung oder andere anstößige Lobby-Taktiken zurückgriffen.

2) Für den neuen Sonderpreis für den schlimmsten Interessenskonflikt, den
„Worst Conflict of Interest Award“, können Europaabgeordnete, EU-Kommissare
oder andere Mitarbeiter der EU vorgeschlagen werden, bei denen aufgrund
ihres Hintergrunds, Nebentätigkeiten oder enger Beziehungen zu Lobbyisten
ernste Bedenken bestehen, dass sie nicht mehr objektiv und im Sinne des
Gemeinwohls handeln können.

Mitte Oktober beginnt die Internet-Abstimmung über die „Top-Kandidaten“
in jeder Kategorie. Die Preisverleihung findet in der zweiten Dezemberwoche
in Brüssel statt.

Weitere Informationen
http://www.worstlobby.eu/2008/_de
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=609


2: Termine 1: Spannende Lobbyismus-Tagung im September

Nach “Lobbyismus als politisches Schattenmanagement in Politik und Medien”
fragt eine Tagung vom Netzwerk Recherche und Forschungsjournal Neue Soziale
Bewegungen am 19. und 20. September in Berlin. Die Tagung soll anhand
konkreter Fallstudien das Themenfeld Lobbyismus mit seinen Grauzonen
ausloten und nach den Chancen einer demokratischen Kontrolle des Lobbyismus
fragen. Weitere Informationen auf den Seiten des Netzwerk Recherche:
http://www.netzwerkrecherche.de/termine/index.php?pageid=266

LobbyControl bietet im Begleitprogramm zwei Lobby-Stadtführungen durch
Berlin an und beteiligt sich an der Debatte über den Lobbydschungel in
Brüssel. Wir freuen uns auf zahlreiche interessierte Teilnehmerinnen und
Teilnehmer.


3: Termin 2: Vortrag zur Straßenbaulobby´

Am 1. August hält Ulrich Müller von LobbyControl im Rahmen der „Tour de
Natur“ einen Vortrag zur Straßenbaulobby .  Dabei geht es unter anderem
darum, wie über Vorfeldorganisationen Bürgerinitiativen pro
Umgehungsstraßen, Autobahnausbau etc. gefördert werden.

Ort: Hessischer Hof, Kasseler Straße 4 in Kassel-Waldau.
Zeit: 1. August 2008, 19:30 Uhr
Eintrittsspende: 3 Euro
Die Tour de Natur online: http://www.tourdenatur.net


4: Lobbyisten-Schlupfloch in die Ministerien.

Die im Juni verabschiedete Verwaltungsvorschrift für „externe Mitarbeiter“
in Bundesministerien ist durchwachsen: einerseits fehlt sie auf Druck des
Bundestages hin schärfer aus als ursprünglich von der Regierung geplant.
Zugleich wird die Mitarbeit von Lobbyisten in den Ministerien selbst nicht
ganz unterbunden. Zudem scheint es ein weiteres Schlupfloch für Lobbyisten
zu geben: Nach Informationen der taz, der die Verwaltungsvorschrift
vorliegt, schließt die Bundesregierung befristete Arbeitsverträge explizit
aus dem Geltungsbereich der Richtlinie aus. Das bedeutet, dass Lobbyisten,
die kurzfristig von den Behörden bezahlt werden, aber dann wieder zu ihrem
früheren Arbeitgeber zurückkehren, weiterhin an Gesetzen mitschreiben
können.

Der SPD-Innenpolitiker Michael Hartmann kritisierte den Kabinetts-Beschluss:
er fühle sich “ausgetrickst”. Er kündigte an, gemeinsam mit der
Unionsfraktion einen Antrag ins Parlament einzubringen, der den Einsatz
“externer Mitarbeiter” in den Ministerien strenger regeln soll als die
jetzige Verwaltungsvorschrift. Das wäre erfreulich, wenn das Parlament der
Regierung hier kräftig auf die Finger klopft. Am besten gleich richtig - mit
einem Beschluss, die Mitarbeit von Lobbyisten in Ministerien ganz zu
verbieten. Wir werden das Thema nach der Sommerpause wieder aufgreifen!

Weitere Informationen
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=602

Antworten auf unsere Online-Aktion mit Campact:

Wir haben die Antworten von Abgeordneten auf unsere Online-Aktion mit
Campact gegen Lobbyisten in Ministerien online zusammengestellt. Eine Reihe
von Abgeordneten teilt erfreulicherweise unsere kritische Sicht – zugleich
haben Abgeordnete uns Argumente für eine (teilweise) Beibehaltung der
externen Mitarbeiter/innen geschickt. Aus unserer Sicht überzeugen diese
Argumente jedoch nicht. Unsere Erwiderung auf die häufigsten Argumente
finden Sie unter http://www.lobbyfreie-ministerien.de/lobby/info/antworten


5: Aus dem Kanzleramt zur Energielobby - und andere Seitenwechsel.

Hildegard Müller, bislang Staatsministerin im Bundeskanzleramt, soll laut
Handelsblatt ab Oktober den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
(BDEW) führen. Das ist nur der neueste Drehtür-Fall, in dem Unternehmen oder
Lobbygruppen PolitikerInnen anwerben und sich damit Insiderwissen und gute
Kontakte einkaufen. Rechtlich interessant ist insbesondere der Wechsel von
Joachim Wuermeling zur Versicherungslobby. Denn Wuermeling war zuvor
beamteter Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Er müsste seine neue
Tätigkeit also der bisherigen Dienststelle anzeigen, die die neue Tätigkeit
untersagen könnte, wenn dadurch „dienstliche Interessen“ gefährdet sind.
Leider warten wir immer noch auf eine Auskunft aus dem
Wirtschaftsministerium zu diesem Fall.

Bislang sind kaum Fälle bekannt, in denen ein Ministerium einem ehemaligen
Beamten neue Tätigkeiten untersagt hätte. Aus unserer Sicht reicht diese
Regel nicht aus – wir fordern eine generelle dreijährige Karenzzeit für
Minister, Staatssekretäre und Referatsleiter, bevor diese als Lobbyisten
arbeiten dürfen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Drehtürfällen:
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=612

Zur Drehtür-Problematik siehe unsere Studie „Fliegende Wechsel – die Drehtür
kreist“ von November 2007:
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/hintergrundpapiere/



+ Übersicht der letzten Blog-Beiträge.
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Nachtrag zum Bilderberg-Treffen
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=611
11. Juli 2008

Ein Nachtrag zu unserem Beitrag über das diesjährige
Bilderberg-Elitentreffen: Mit freundlicher Genehmigung des Medienmagazin
Message können wir den lesenswerten Artikel über die Rolle von Journalisten
bei den Bilderberg-Treffen online stellen (aus Message 3/2007), inklusive
des erwähnten Interviews mit Theo Sommer von der Zeit, früher im
Bilderberg-Lenkungsausschuß.


Lobby-Hinweise
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=600
11. Juli 2008

Unter anderem zum Lobbyismus in der EU, zu der Unterwanderung und
Ausspionierung von NGOs, zu Whistleblowern, Parteispenden, Energielobby und
Medien und Lobbyismus.


Aktion zur Abgeordnetenbestechung
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=610
10. Juli 2008

Transparency International Deutschland hat seine Mitglieder gebeten,
Abgeordnete zur Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption
aufzufordern. Voraussetzung für die Ratifizierung ist die Verschärfung des
Straftatbestandes der Abgeordnetenbestechung, der bislang in Deutschland nur
schwach gefasst ist.


Für wen spricht der Bund der Steuerzahler?
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=608
4. Juli 2008

Der Politikwissenschafter Rudolf Speth hat im Auftrag der
Hans-Böckler-Stiftung der Gewerkschaften den Bund der Steuerzahler kritisch
unter die Lupe genommen. Die Studie zeigt, dass die Organisation kein
repräsentatives Abbild der steuerzahlenden Bevölkerung ist. Etwa 60 % seiner
Mitglieder sind demnach Unternehmer und Unternehmen, weitere 15%
Freiberufler. Diese Mitgliederstruktur schlage sich nach Speth auch in den
politischen Forderungen des Steuerzahlerbundes nieder: ein schlanker Staat
und niedrige Steuersätze gelten als Allheilmittel.


Zu Besuch bei Berliner Lobbyisten
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=605
27. Juni 2008

Gestern öffneten in Berlin viele Lobbyorganisationen ihre Türen für die
Öffentlichkeit. Unter dem Titel „Seitensprünge“ versprachen sie einen
„Vorstoß für mehr Transparenz“. Diese Gelegenheit wollten wir uns nicht
entgehen lassen. Mit mehreren Teams zogen wir zu verschiedenen Stationen,
sammelten Eindrücke, hörten Vorträge über Strategien von Lobbykampagnen oder
„Krisenkommunikation“, sprachen mit Mitarbeitern von Lobbyagenturen und
Verbänden über ihre Einstellung zu einem Lobbyregister und ließen uns
erklären, wie man Lobbyist/in wird.


Schwaches Lobbyistenregister der EU-Kommission
http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php?p=603
23. Juni 2008

Die EU-Kommission hat heute das neue Lobbyregister gestartet - online unter
http://ec.europa.eu/transparency/regrin/. Das Register soll die Arbeit von
Lobbyisten transparenter machen. Das Ergebnis ist allerdings enttäuschend.
Das Lobbyistenregister ist nur freiwillig und in seiner Ausgestaltung
schwach und unausgewogen. Schwachpunkte sind u.a., dass das Register keine
Namen einzelner Lobbyisten enthalten wird und die Regeln zur finanziellen
Offenlegung schwach und zugunsten der Industrie-Lobbyisten ausgestaltet
sind.

Das Europaparlament hatte im Mai ein strikteres und verpflichtendes
EU-Lobbyistenregister gefordert. Eine Arbeitsgruppe soll nun Pläne für ein
gemeinsames Register der drei EU-Institutionen ausarbeiten. Wir werden uns
im Rahmen der europäische Allianz für Lobby Transparenz und ethische Regeln
(ALTER-EU) weiter für echte Lobby-Transparenz und ein besseres Register
einsetzen, das die mangelhafte Fassung der EU-Kommission ersetzen wird.


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+ Impressum.

LobbyControl- Newsletter

Dieser Newsletter wird herausgegeben von
LobbyControl. Initiative für Transparenz und Demokratie
Friedrichstr. 63
50676 Köln
http://www.lobbycontrol.de/blog/

Bestellen oder Abbestellen können Sie den Newsletter über die Webseite
http://listi.jpberlin.de/mailman/listinfo/lobbycontrol

Verantwortlich für alle Inhalte des Newsletters: Ulrich Müller.
Rechtlicher Hinweis: Für den Inhalt von Websites, auf die in diesem
Newsletter hingewiesen wird, ist LobbyControl nicht verantwortlich

 

 

 

 

Triumph und Folter

Ein junger palästinensischer Journalist gewinnt einen Preis. Wie Israel ihn behandelt, ist Teil eines schrecklichen Musters

von John Pilger 03.07.2008 - The Guardian

Vor zwei Wochen überreichte ich einem jungen Palästinenser - Mohammed Omer - den 'Martha Gellhorn Prize 2008' für Journalismus. Dieser Preis soll an die große amerikanische Kriegskorrespondentin Martha Gellhorn erinnern und wird Journalisten verliehen, die die Propaganda des Establishments ("offizielles Geschwafel", wie Gellhorn sie nannte) bloßstellen. Mohammed Omer erhielt den diesjährigen Preis gemeinsam mit Dahr Jamail und teilt sich mit ihm das Preisgeld in Höhe von 5000 Pfund. Der 24jährige Omer ist der jüngste Gellhorn-Preisträger. Zitat aus der Preisrede:

"Täglich berichtet er (Omer) aus einer Kriegszone, in der er überdies Gefangener ist. Seine Heimat Gaza ist umstellt, ausgehungert, attackiert und vergessen. Er ist ein zutiefst menschlicher Zeuge einer der größten Ungerechtigkeiten unserer Zeit. Er ist die Stimme derer, die keine Stimme haben".

Mohammed Omer ist das älteste von acht Kindern. Die meisten seiner Angehörigen wurden inzwischen getötet, verwundet oder vestümmelt. Ein israelischer Bulldozer zerstörte das Haus seiner Familie, als diese sich noch darin befand; dabei wurde seine Mutter schwer verletzt. Und dennoch, so der ehemalige holländische Botschafter Jan Wijenberg, "ist er eine Stimme der Mäßigung und drängt die Jugend Palästinas, sich nicht auf den Hass einzulassen, sondern sich um Frieden mit Israel zu bemühen".

Eine große diplomatische Operation war nötig, um Mohammed nach London zu seiner Preisverleihung zu schaffen. Israel kontrolliert die Grenzen Gazas auf das Perfideste. Nur mit Hilfe einer Eskorte der niederländischen Botschaft war Mohammed die Ausreise möglich. Bei seiner Rückreise am Donnerstag wurde er am Übergang bei der Allenby-Brücke (1) von einem niederländischen Offiziellen erwartet, der vor dem israelischen Gebäude auf ihn wartete. Was der Offizielle nicht wusste: Mohammed war inzwischen in den Händen des berüchtigten israelischen Sicherheitsdienstes Shin Bet. Er musste sein Handy ausschalten und die Batterie herausnehmen. Er bat, die Eskorte der (niederländischen) Botschaft anrufen zu dürfen; dies wurde lautstark zurückgewiesen. Ein Mann stand über seinem Gepäck und sah Mohammeds Dokumente durch. "Wo ist das Geld?" fragte er. Mohammed zeigte einige amerikanische Dollarscheine vor. "Wo sind deine Englischen Pfund?"

"Da begriff ich", so Mohammed später, "es ging ihm um das Preisgeld des Martha-Gellhorn-Preises. Ich sagte ihm, ich hätte es nicht bei mir. "Du lügst", sagte er. Ich war mittlerweile von acht Shin-Bet-Offizieren umstellt, alle bewaffnet. Ein Mann, den sie Avi nannten, befahl mir, mich auszuziehen. Ich war aber schon durch einen Röntgenapparat geschleust worden. Ich zog mich bis auf die Unterwäsche aus. Sie sagten, ich solle alles ausziehen. Als ich mich weigerte, legte Avi seine Hand auf seine Waffe. Ich schrie: "Warum behandelt ihr mich so? Ich bin ein menschliches Wesen." Er sagte: "Das ist noch gar nichts im Vergleich zu dem, was du gleich sehen wirst. Er nahm seine Waffe, drückte sie mir gegen den Kopf und nagelte mich mit seinem ganzen Körpergewicht auf der Seite fest. Er zog mir meine Unterwäsche mit Gewalt aus und zwang mich, eine Art Animiertanz aufzuführen. Ein anderer lachte und sagte: "Warum führst du Parfüm ein?" Ich antwortete: "Es sind Geschenke für die Menschen
 , die ich liebe". Er sagte: "Oh, gibt es in deiner Kultur Liebe?"

"Sie verspotteten mich, am meisten machten sie sich über die Briefe lustig, die mir Leser aus England geschickt hatten. Mittlerweile war ich 12 Stunden lang ohne Nahrung, Wasser und Toilette. Ich musste die ganze Zeit stehen, meine Beine versagten. Ich erbrach und wurde ohnmächtig. Alles, was ich noch weiß, ist, dass einer mit seinen Fingernägeln die empfindliche Haut unter meinen Augen bearbeitete, (er) drückte, kratzte und riss mit den Nägeln daran. Er bearbeitete meinen Kopf und drückte seine Finger in die Nähe meiner Hörnerven, die ja zwischen Kopf und Trommelfell verlaufen. Der Schmerz wurde noch heftiger, als er mit zwei Fingern gleichzeitig drückte. Ein anderer Mann stellte mir seinen Kampfstiefel ins Genick und drückte mich gegen den harten Fußboden. So lag ich über eine Stunde lang. Der Raum wurde für mich zu einer Menagerie aus Schmerz, Geräuschen und Terror".

Dann holten sie eine Ambulanz. Sie sagten, Mohammed solle ins Krankenhaus. Zuvor musste er allerdings ein Statement unterschreiben, in dem er die Israelis - hinsichtlich der in ihrem Gewahrsam erlitteten Schmerzen - entlastete. Der palästinensische Sanitäter war mutig und machte nicht mit. Er werde die Eskorte der niederländischen Botschaft kontaktieren, sagte er. Aufgeschreckt ließen die Israelis die Ambulanz durch. Israel kommentiert gemäß der üblichen Linie. Mohammed Omer sei des Schmuggels "verdächtig" gewesen. Im Verlaufe einer "fairen" Befragung habe er "das Gleichgewicht verloren", so wurde gestern über Reuters mitgeteilt.

Israelische Menschenrechtsgruppen haben die Routine-Foltermethoden durch Agenten des Shin Bet, begangen an Palästinensern, dokumentiert: "Schläge, schmerzvolle Fesselung, Überstreckung nach hinten, Körperüberdehnungen und längerer Schlafentzug". Auch Amnesty berichtet seit langem, wie weitverbreitet Folter durch Israel ist. Die Opfer seien nur noch Schatten ihrer selbst. Einige Menschen tauchten nie wieder auf. Im internationalen Vergleich belegt Israel einen der oberen Ränge, wenn es um Journalistenmorde geht - vor allem bei palästinensischen Journalisten. Einem Palästinenser wird kaum mehr als der Bruchteil der internationalen Berichterstattung zuteil, die ein BBC-Reporter wie Alan Johnston erhält.

Die niederländische Regierung sagt, sie sei schockiert über die Behandlung, die Mohammed Omer widerfuhr. Der ehemalige Botschafter Jan Wijenberg: "Dies ist keineswegs ein isolierter Vorfall, sondern Teil einer Langzeitstrategie, um das Leben der Palästinenser in sozialer, ökonomischer und kultureller Hinsicht zu zerstören... Mir ist klar, dass Mohammed Omer möglicherweise in naher Zukunft durch einen israelischen Heckenschützen oder durch einen Bombenanschlag ermordet wird."

Zum gleichen Zeitpunkt, als Mohammed Omer in London seinen Preis entgegennahm, beklagte sich der neue israelische Botschafter in Großbritannien, Ron Proser, öffentlich: Viele Briten wüssten die Einzigartigkeit der israelischen Demokratie nicht mehr zu würdigen. Vielleicht wissen sie sie jetzt zu würdigen.

Anmerkung d. Übersetzerin(1) Der internationale Grenzübergang Allenby-Brücke, zwischen Jordanien und dem Westjordanland, steht unter israelischer Kontrolle.

Orginalartikel: From Triumph to Torture
Übersetzt von: Andrea Noll

Quelle:
http://zmag.de/artikel/triumph-und-folter

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Liebe Leser!

Auch wenn wir Palästinenser mit den israelischen Medien und ihren Verbündeten dieser Welt nicht mithalten können, müssen wir einen Beitrag für Palästina leisten, auch wenn dieser Beitrag nur klein und mühsam ist und kaum Wirkung zeigt. Ein kleiner Beitrag ist trotzdem auch ein Beitrag! Und wenn jeder von uns einen kleinen Beitrag leisten würde, dann werden wir die verfälschten Informationen und die Unwahrheiten über den Nahostkonflikt stoppen können!

Also, welchen Beitrag leistest du?!

Vielen Dank für Ihr/dein Interesse

http://www.palaestinaonline.de

Ende der israelischen Besatzung! .... Ende des israelischen Verbrechens gegen die Palästinenser! .... Freiheit für Palästina!


 

 

 

 

 

Nachrichten aus Tibet

 

http://tibetnews.ultima-ola.com/

oder auch:
http://www.free-tibet.info/tibet-news/die-aktuellsten-tibet-news-quellen-aktionen/

Objektive News sind im Augenblick über Tibet eh kaum zu finden. Was mich irritiert ist, dass es angeblich, glaubt man den Newsgroups noch so viele  Kommunisten der alten Sorte, die ich als "Pol Pot" Maoisten bezeichne, geben soll. Es müssen  junge Leute sein, die die Hitler-Diktatur nicht mehr erlebt haben, sich auch nie mit dem Begriff "Diktatur" auseinandersetzten und deshalb nicht wissen, was es heisst unter unmenschlichen Bedingungen zu leben.  Hier schreiben wohl viele gleiche Personen anonym um den Eindruck zu erwecken, China würde von ganz D unterstützt und der Dalai Lama wäre so was wie Ayatolla Khomeni...Glaubt man Umfragen, dann sieht es allerdings etwas anders aus...

 

 

 Franz-Josef Degenhardts "Befragung eines Kriegsdienstverweigerers"
die Frage aus der Prüfungskommission:

     "Grundgesetz, ja Grundgesetz, sie berufen sich hier pausenlos
     aufs Grundgesetz. Sagen Sie mal, sind sie eigentlich Kommunist?"

In *dem* Sinne: ja. ( kein Kommunist, aber bitte sehr, ein buddhistischer Sozialist)

gefunden, ohne die() im Newsletter der Friedenstreiberagentur

 

 

 

 


 
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https://www.secureconnect.at/4-pfoten.de/counter/nlcounter0.php?&uin=b74397e8b37043fd32ba2d0a8f91934a&nlid=08030


17. Juli 2008  
    VIER PFOTEN Olympia-Kampagne gegen Tierleid  


vom 8.-24. August 2008 finden die Olympischen Spiele in Peking statt. In dieser Zeit steht China im Rampenlicht. Während die Weltöffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit auf sportliche Erfolge richtet, sind die Tiere die Verlierer des Systems: Pelztiere wie Nerze und Füchse werden in extrem engen Käfigen unter grausamen Bedingungen gehalten und bei vollem Bewusstsein gehäutet, Katzen werden zum Teil lebendig gekocht, der Handel mit seltenen, vorm Aussterben bedrohten Tieren boomt.

VIER PFOTEN setzt sich mit der neuen Olympia-Kampagne dafür ein, dass diese schrecklichen Tierquälereien beendet werden!

Machen Sie mit!


Vermeiden Sie chinesische Billigprodukte, die auf Tierleid basieren! Achten Sie beim Kauf von TCM-Produkten (Traditionelle Chinesische Medizin) darauf, dass keine Bestandteile von Hunden, Katzen oder Wildtieren enthalten sind. Vermeiden Sie Produkte mit tierischen Inhaltsstoffen, wenn Sie in ferne Länder reisen. Informieren Sie Ihre Bekannten über die Thematik und machen Sie mit beim Protesttool!

Ihr VIER PFOTEN-Team

Jetzt online protestieren!

 
     

 
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz, Dorotheenstr. 48, D-22301 Hamburg, office@vier-pfoten.de

 
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