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Dialog

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Für eilige Leser/innen gibt es die Deklaration schon als übersetzten Vorabdruck bei  FTA.
un deshalb auch schon hier:

 EJJP fordern Ende des Boykotts Palästinas

Die Deklaration der EJJP in der deutschen Übersetzung von Ellen Rohlfs

     Seit einem Jahr Ablehnung der Demokratie in Palästina
     Israel, die USA und die EU tragen die Verantwortung

     Am 25. Januar 2006 fanden freie und demokratische Wahlen für
     einen neuen palästinensischen Legislativrat (PLC) statt. Sie
     fanden weltweit Anerkennung  für die beispielhafte Art und Weise
     ihrer Durchführung. Das Ergebnis war, dass die Hamas als die
     stärkste Kraft aus ihr hervorging und die Regierung bestimmte.

     Seit der Wahl haben die Regierungen der USA, der EU und Israel
     der Hamas einen lähmenden Boykott aufgezwungen und somit dem
     ganzen palästinensischen Volk im Gazastreifen und in der Westbank
     eine kollektive Strafe auferlegt.

     Mit dem erklärten Ziel, die Hamasregierung zu blockieren, hat
     Israel seit März 2006 die Steuergelder, die es in den  besetzten
     Gebieten  erhoben hat und der palästinensischen Behörde schuldet,
     zurückgehalten. Zahlungen, die die öffentlichen Dienste aufrecht
     erhalten und ein Minimum an sozialer Sicherheit garantieren
     sollen und die in Abstimmung mit der Vierten Genfer Konvention
     stehen, waren von der EU  und den USA zurückgehalten worden. Dies
     machte es für die palästinensische Behörde unmöglich, die
     Gehälter auszuzahlen und die gewöhnlichsten Versorgungsdienste
     aufrecht zu erhalten. Alle Mitarbeiter der Behörde,
     einschließlich Lehrer, Ärzte, Polizisten wurden fast ein ganzes
     Jahr lang nicht bezahlt. Spenden aus arabischen Staaten, aus
     internationalen und privaten Quellen erreichten nicht die
     Bevölkerung der besetzten Gebiete. Hunger, Mangel und
     Verzweiflung waren die Folge.

     Der gewählten Regierung wurde keine Gelegenheit zum Regieren
     gegeben. Im Juni 2006 wurden 64 Offizielle, einschließlich 8
     Minister und 20 andere Parlamentarier,  von der israelischen
     Armee verhaftet. Andere Funktionäre aus Politik und Gesellschaft
     leben seitdem im Untergrund.

     Es ist offensichtlich, dass Israel sich weigert, mit einem
     palästinensischen Partner zu verhandeln, ganz gleichgültig, wer
     an der Macht ist. Von den Regierungen der EU und den USA
     unterstützt, sind die israelischen Besatzer sogar so weit
     gegangen, den Palästinensern die eigene freie Wahl  einer
     Regierung und seiner politischen Führer zu verweigern.

     Heute, ein Jahr nach den palästinensischen Wahlen, verurteilt das
     Exekutivkomitee der "Europäischen Juden für einen gerechten
     Frieden" den Boykott, die Belagerung und die kollektive Strafe
     des ganzen palästinensischen Volkes. Er hat ein unmenschliches
     und katastrophales Niveau in allen Lebensbereichen des
     Gazastreifens, Ost-Jerusalem und der Westbank erreicht. Zusammen
     mit anderen Friedens- und Solidaritätsgruppen rufen wir die
     Regierungen Europas und der USA auf, den Boykott der
     palästinensischen Regierung und die kollektive Strafe des
     palästinensischen Volkes in den besetzten Gebieten zu beenden.

     Nur mit unvoreingenommenen, ehrlichen und fairen Verhandlungen
     zwischen allen  betroffenen Parteien und einem  vollständigen
     Ende der israelischen Besatzung kann eine Lösung des Konfliktes
     erreicht werden, eine Lösung, die für Palästinenser genau so
     vorteilhaft und nützlich sein wird wie für Israel.

     Die Europäische Union muss den Boykott einer demokratisch
     gewählten Regierung beenden und die Entlassung  der demokratisch
     gewählten Abgeordneten des Legislativrates aus dem Gefängnis
     fordern. Die europäischen Juden für einen gerechten Frieden mit
     Mitgliedern und Kontakten zu vielen Mitgliederstaaten der EU
     beabsichtigen eine Reihe von Treffen mit Kommissären und
     Mitgliedern des EU-Parlamentes, um diesen Forderungen Nachdruck
     zu verleihen.

     Das Exekutivkomitee  der Europäischen Juden für einen gerechten
     Frieden,

     25. Januar 2007

 

 

 

 

 

http://www.falastin.de/1index.htm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Uri Avnery: deutsche Seiten und Texte!

 

 

 

 

       

 

Verein zur Förderung des Friedens in Israel und Palästina e.V.

 

 

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