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Vorwort

an  die FreundInnen des engagierten Buddhismus und die, die noch auf der Suche nach Spiritualität, einer Religion oder einfach einer "vernünftigen" Ethik sind

 

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit dem Buddhismus. Angefangen hat es mit dem tibetischen Buddhismus. Bedingt durch meine vielen Thailand Aufenthalte ging es mit dem Theravada Buddhismus weiter. Zen war  bis vor kurzer Zeit nie so recht "mein Ding". Das hat sich geändert. Zwischenzeitlich in die Tiefe der Lehren gehend und Vergleiche mit der Lehre des Buddhas, die für mich immer nur eine Philosophie war, stelle ich heute ernüchternd fest, Buddhismus hat Stärken und  besonders Schwächen wie jede Religion. Im Augenblick stellt sich der Buddhismus, gerade in Thailand mit seiner "schwächsten" Seite vor. Viele Klostervorsteher, Lehrer, sind dem Faschismus nicht abgeneigt, unterstützen korrupte Politiker und klären das Volk nicht auf. Im Gegenteil, sie ermuntern die Menschen faschistische Parteien zu wählen. sie häufen Macht und Geld in unvorstellbarer Grössenordnung an, haben jeglichen Kontakt zur Lehre verloren. Genau wie die Kirchen im Christentum, die Lehre des Christus ignorieren. Denken sie nur an den amerikanischen Präsidenten, der ernsthaft glaubt, Gott gewollt zu handeln. Im Buddhismus ist es heute nicht viel, anders, auch in der deutschen buddhistischen Szene nicht. Viele Menschen haben aber den Weg zum Buddhismus nur deswegen beschritten, weil sie glaubten hier eine Alternative zu finden. Es gibt sie noch, die Buddhisten, besonders die engagierten, die mehr tun, als die Lehre zu verinnerlichen, sich nicht nur volkstümlich, opportunistisch geben, damit sie ihre "Pfründe" nicht verlieren. Doch diese sind eine kleine Minderheit.  Ich sehe nun nicht mehr ein, warum ich den Buddhismus empfehlen sollte, wenn er keine Vorteile gegenüber anderen Religionen mehr bietet, sondern sich auf eine Stufe stellt, Kriegsverbrecher verteidigt, korrupte Politiker verteidigt, kurz genau die gleichen Tendenzen zeigt, wie das Christentum und andere Religionen. Deshalb bin ich dabei, mein Buddhismus-Portal zu löschen. Warum sollte ich buddhistische Organisationen empfehlen, die ähnliches tun, wie andere Religionen? "Wasser predigen und Sekt saufen?" Diese neuen Seiten versuchen Ihnen das Wichtigste und das Notwendigste, der buddhistischen Lehre zu vermitteln. Mehr nicht. Alles Andere sollen, ja müssen Sie schon selbst herausfinden. Besser wäre es allemal bei der jetzigen Religion zu bleiben und dort zu versuchen, Reformen zu unterstützen, Ethik die in die heutige Zeit passt zu entwickeln damit Religion wieder ernst genommen wird und Fundamentalisten keinen Nährboden finden. Denn genau die, die immer wieder behaupten, sie würden nach der entsprechenden Lehre leben, genau die tun oft das Gegenteil. Ein Atheist ist manchmal religiöser und humanistischer, als so manch engstirniger Religionist. In diesem Sinne sollten sie auch meine neue, einfach gestaltete Homepage begreifen.  Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt!

"Mögen alle Wesen frei sein von Haß, Bedrückung und Beklemmung! Mögen sie ihr Dasein glücklich verbringen! Möge alles, was atmet, alle Geschöpfe, alle Individuen, alle im persönlichen Dasein Einbegriffenen, frei sein von Haß, Bedrückung und Beklemmung. Ach, möchten alle Wesen doch glücklich sein, voll Frieden, im Herzen ganz von innerem Glück erfüllt!"

 

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