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Vom Buddha zu den buddhistischen Schulen Teil I (bitte entschuldigen Sie die vielleicht etwas "holprige" Sprache. Im Interesse einer möglichst genauen Übersetzung wurde auch möglichst originalgetreu übersetzt.) Lassen Sie uns eine oft von vielen
Menschen buddhistischen Glaubens gestellte Frage erörtern: Was ist der
Unterschied zwischen Mahayana und Theravada Buddhismus? Und lassen Sie uns diese Sachlage moeglichst korrekt darstellen. Die Geschichte und Entwicklung des Buddhismus aus der Sicht eines neutralen Beobachters. Der Buddha wurde im 6. Jahrhundert V.C nach
allgemeinen Vorstellungen geboren. Im Alter von 35Jahren bis zu seinem
Mahaparinibbana* im Alter von 80, predigte er und warb fuer seine Lehre.
Fünfundvierzig Jahre lehrte er und predigte Tag und Nacht und
schlief, so berichtet die Legende, nur 2 Stunden am Tag.
Der Buddha sprach mit allen Arten von Menschen:
Könige und Prinzen, Brahmanen, Landwirten, Bettlern, gelehrten Männer und
mit ganz gewöhnlichen Menschen, wie du und ich. Seine Lehren waren
zugeschnitten auf das Niveau und die Erfahrungen, auch die geistige
Kapazitaet seines Publikums. Zu dieser Zeit gab es nichts was man als Hinayana, Theravada oder Mahayana bezeichnet haette Buddha gebrauchte Theravada einmal laut den
Unterlagen, im Zusammenhang mit einer der vielen hinduistisch
gepraegten Schulen, die seinerzeit bestanden.. Kurz vor seinem Eingang ins Nibbana gab der
Buddha noch alle Anweisungen, wie danach mit der Lehre zu verfahren sei.
Auch ordnete er die Disziplinarregeln an. Die Lehre des Buddha wurde
Dhamma genannt. Das oder der Dhamma enthalten alle Predigten des Buddha. Die erste Zusammenkunft eines Rates
Drei Monate nachdem Mahaparinibbana*, beriefen die
unmittelbaren Jünger des Buddhas einen Rat nach Rajagaha* ein. Maha
Kassapa, der angesehenste und aelteste Mönch, hatte den Vorsitz im Rat.
Zwei weitere sehr wichtige Persönlichkeiten, die sich auf die zwei
verschiedenen Bereiche - das Dhamma und das Vinaya - spezialisiert hatten,
wurden ebenfalls ernannt. Einer war Ananda, der engste und konstanteste
Begleiter und Jünger des Buddha für 25 Jahre. Er hatte ein bemerkenswertes
Gedächtnis. Ananda war fähig die Reden des Buddha auswendig vorzutragen.
Und Alles, was vom Buddha gesprochen wurde. Die andere Persönlichkeit war
Upali, der das Vinaya* beherrschte. Nur diese zwei Abschnitte - das Dhamma* und das
Vinaya - wurden vorgetragen beim Ersten Rat. Es gab keine
Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf das Dhamma. Es gab aber
eine Diskussion über die Vinaya Regeln.
Bevor der Buddha in das Parinibbana* einging,
sagte er zu Ananda, wenn der Sangha wünsche, einige geringfuegige Regeln
zu ändern oder zu modifizieren, koennte die Gemeinschaft es tun. Aber bei
diesem Anlass war Ananda so mit Kummer überwältigt, weil der Buddha
im Begriff war zu sterben, dass ihm nicht einfiel den Meister zu fragen,
was denn damit genau gemeint sei. Sollten z.B. auch Jugendliche bereits in
den Orden aufgenommen werden koennen? Die Mitglieder des Rats waren
ausserstande was die Minderjährigen anging, eine einstimmige Meinung
zu erzielen.
Maha Kassapa bestimmte schliesslich, dass keine
Disziplinarregeln vorerst geaendert werden sollten und keine neuen
Regeln eingefuehrt werden. Maha Kassapa sagte: "Wenn wir jetzt schon
anfangen Regeln zu aendern, sagen die Leute die Anhaenger des
Erwachten wechseln die Regeln, bevor das Feuer aufgehoert hat zu
brennen, d.h. vor dem Begraebnis des Buddha, fangen sie schon an, an den
Regeln herumzufummeln.“ Im Rat wurde das Dhamma in verschiedene Teile eingeteilt, und jeder Abschnitt war einem Ältesten zugeteilt und dessen Schüler, um im Gedächtnis zu bleiben. Das Dhamma wurde dann beim Tod eines Aeltesten vom naechstaeltesten Moench weitergegeben.. Die Lehre des Buddha wurde täglich von Gruppen vorgetragen, es wurde immer wieder nachgefragt, um die Lehre reinzuhalten. Im Wissen darum, dass die muendliche Ueberlieferung der Tradition zuverlässiger ist, als ein mehrere Jahre spaeter von einer Person aus seiner Erinnerung geschriebener Bericht. Die zweite
Zusammenkunft des Rates (2.Konzil) Es gab bis dahin keine
Notwendigkeit, die Regeln zu aendern. Nun aber, einhundert Jahre nach
Buddhas Parinibbana hatte sich viel getan. Politisch, ökonomisch und sozial. Deshalb sah man die Notwendigkeit,
bestimmte Regeln geringfuegig zu veraendern. Die orthodoxen Moenche
meinten allerdings, nichts sollte geaendert werden, während die anderen,
haeufig juengeren Moenche darauf bestanden, einige Regeln zu modifizieren.
Hier beginnen die ersten Querelen
und Andeutungen von gravierenden Aenderungen im Orden. Eine Gruppe von Moenchen verliess
den Rat und entwarf das Mahasanghika - die Grosse Gemeinschaft. Obwohl es
das Mahasanghika genannt wurde, war es nicht unter dem Namen Mahayana bekannt. Im zweiten Rat
wurden nur Angelegenheiten, die das Vinaya, die Ordensregeln also
betrafen, eroertert.
Es ist k e i n e
Kontroverse über das Dhamma bekannt geworden. Das dritte Konzil Im 3. Jahrhundert vor christlicher Zeitrechnung, während
der Zeit des Kaisers Ashoke (Asoka), wurde der 3. Rat einberufen. Dort gab
es bereits erhebliche Meinungsverschiedenheiten unter den Moenchen. Es
hatten sich schon kleinere Sekten gebildet. Das bestreben des 3. Konzil
war, wieder eine Einheit zu bilden. In
diesem Rat konnten die unterschiedlichen Meinungen nicht auf das Vinaya
beschränkt werden. Es gab auch Streitereien um die
Lehre, das Dhamma. Die urspruengliche Lehre des Buddha wurde teilweise als
nicht mehr aktuell angesehen. Am Ende dieses Tagung, deren Präsident Moggaliputta Tissa war, wurde
erstmalig das sogenannte
Kathavatthu in einer
Buchform zusammengestellt. Hier wurden die ketzerischen und
teilweise falschen Ansichten- aus der Sicht der Ratsmitglieder- der
einzelnen Sekten widerlegt.
Diese vom Rat des Ordens so
akzeptierte Schrift wurde nun auch als Lehre der Aelteren (Theravada)
bekannt. Es entstand gleichzeitig das Abhidhamma Pitaka.
Nach der Beendigung des 3. Konzils,
sah sich der Sohn Ashokes( Asokas), der ehrwuerdige Mahinda, veranlasst,
das Tripitaka (die
zusammengefasste Lehre des Buddha) nach Sri Lanka Die nach Sri Lanka gebrachten Texte
werden bis heute, ohne dass auch nur eine Seite verloren ging,
aufbewahrt. Die Texte wurden in Pali geschrieben, die auf der Magadhi
Sprache basiert, die Sprache also, die der Buddha sprach. Zu dieser Zeit waren weder die
Begriffe Hinayana und Mahayana bekannt. Lediglich
die Bezeichnung Theravada taucht
nun im Zusammenhang mit der aufgeschriebenen Lehre des Buddha auf.
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